• Schreiben Sie uns!

    Ihr Name (Pflichtfeld)

    Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

    Betreff

    Ihre Nachricht

    Die Lösung hilft Spam zu vermeiden

0221 / 37 663 27
Loreleystraße 7 · 50677 Köln

Ausstellung Suchbewegung · 2017

Ausstellung

Suchbewegung

Vom 17. Januar bis zum 31. März 2017 waren die Skulptur Suchbewegung und das begleitende Gedicht der Bildhauerin Maria Hill zu Gast bei Seelsorge & Begegnung.

Erworben wurde die Skulptur im Jahre 2013 von Hildegard und Peter Igelmund. Tief berührt von der Suchbewegung hatten sie die Absicht, das Kunstwerk auf eine Reise zu schicken, auf der viele Menschen ihr begegnen können. Dabei war es dem Ehepaar von Anfang an ein Anliegen, dass der Verlauf der Reise sich wie eine Suchbewegung aus den Begegnungen selbst entwickelt.

Auf den Kunsttagen 2014 in der Abtei Brauweiler ist eine Mitarbeiterin von Seelsorge & Begegnung der Skulptur begegnet und war sowohl von dem Kunstwerk wie von der Idee ihrer Reise sehr beeindruckt. Aus dieser Begegnung hat sich für den Weg der Suchbewegung die Ausstellung in Seelsorge & Begegnung ergeben. Zehn Wochen hat sie hier Station gemacht. In dieser Zeit haben sich die Besucherinnen und Besucher auf vielfältige Weise mit der Skulptur und dem Gedicht auseinander gesetzt, so z.B. in einer Schreibwerkstatt. Die Texte, die dabei entstanden sind, können hier nachgelesen werden. (link)

Mit einer Vernissage wurde die Ausstellung am 17. Januar feierlich eröffnet. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der jungen Klarinettistin Anna Feder.

Das Ehepaar Igelumund und die Künstlerin Maria Hill waren anwesend und berichteten von ihrer Beziehung zur Suchbewegung.

Im begleitenden Buch zur Ausstellung schreibt Maria Hill:

Im Zentrum meiner Arbeit steht der Mensch. Wir alle sind mit der Herausforderung konfrontiert, unseren Lebensweg immer wieder neu auszurichten, weil äußere Einflüsse uns aus unserer Bahn werfen. Mich interessieren die Wendepunkte, die uns Menschen die Chance geben, tief in unser Inneres zu schauen, aus dem wir schließlich „immer versehrter und immer heiler zu uns selbst entlassen werden“, wie es Hilde Domin in ihrem Gedicht „Bitte“ formuliert. Die Skulptur zeigt einen Moment des Gewahrwerdens, wenn sich der Widerspruch „immer versehrter und immer heiler“ auflöst und sein kraftvolles Potential zeigt.

Wer gerne mehr über die Künstlerin erfahren möchte, kommt über den folgenden link zu ihrer Homepage http://www.maria-hill.de/startseite.html

Das Ehepaar Igelmund kann kontaktiert werden über skulptur-suchbewegung@t-online.de

 


 

Suchbewegung

 

Was bleibt, wenn das Außen sich auflöst

wenn das, was dich trägt nicht mehr trägt?

 

Suchend ziehst du deine Kreise

wirrst rütteln an jedem, der Halt gab.

Und flehn.

 

Nicht jeder hält Stand.

 

Und Jahre vergehn

verloren gehen Menschen und Orte.

Kein Wort füllt die Leere in dir.

 

Dann lässt du dich fallen.

 

Hinab sinkst du schwebend

und endlich – die Schwere wird leicht.

Die Tiefe des Brunnens erscheint dir unendlich

aus Leere wird Stille

das tönende Gestern verstummt.

 

Lebendiges Wasser durchtränkt deine Sinne

durch Poren geschleust dringt es ein

in den Leib

in dein Herz

und reinigt und nährt dich.

 

Zu Grunde gesunken

begreifst du die Reise:

 

Sei Mensch dir!

 

Steig auf nun

und leuchte!

 

Maria Hill