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Schreibwerkstatt

Lesung

III. Natur – Erleben

III. Natur – Erleben

Morgens abends nachts

Morgens höre ich dem beginnenden Tag zu.
Aus der Stille vernehme ich in einem Moment Vogelgezwitscher,
und spüre: Du bist da, das Leben begegnet mir jeden Tag neu,
es holt mich ab, mit ihm zu gehen. Das Gezwitscher ist das Zeichen:
Lebe diesen einen Tag, das ist genug.
Morgen kommt von selbst.

Abends spüre ich den zu Ende gehenden Tag.
Ich erinnere mich an alles, was war,
versuche es innerlich zu ordnen.
So kehrt die Ruhe ein,
auch wenn ich manchmal unruhig bin.

Nachts fehlt manchmal der Schlaf,
Gedanken erfüllen den inneren Raum.
Dort dürfen sie sein, bis sie sich auflösen.
Der Schlaf befreit und führt mich wieder sicher
zum morgendlichen Vogelkonzert.

Dagmar Spiegel

Wildbirnenbaum

Kinderfriede
spürbar in mir
spannenlanger Hansel
mit nudeldicker Dirn
selbstvergessen wild
unbegrenzter Raum
Rascheln im Wind
kleine harte Früchte
naturgeborgen im hohen Gras
Kinderglück
All-eins-Sein
Schaukeln zwischen den Bäumen
weiches Licht
Streifzüge jenseits von
Beton und Asphalt
urversunken in Natur
Wespengesirr
Bienengesumm
Erntezeitwärme
birnbaumglücklich!

Martina Kallrath

Ihr Seelenkleid

voller Kontraste
ist dünn
so dass sie beinahe friert.
Und dennoch
Es passt ihr
ist nicht zu groß
nicht zu klein
Vielleicht braucht sie noch eine Mütze
und einen Schal
für die ganz kalten Tage.
Doch jetzt ist Sommer
und wenn sie will
bleibt er sogar

Mareike Rautenbach

Oktober

Wunsch, den Herbst voller Farben
hüpfend zu durchwandern
dem Wald entgegen
Streicheln und Zausen des Windes
beschwingt das Gesicht den Strahlen entgegenstrecken
zerrissenes Herz
voller Liebe umarmt

Sende Dir alle Rot-, Gelb- und Grüntöne des Herbstwaldes
den Duft der Maronenröhrlinge
Sonnenstrahlen
welche Leib und Seele erwärmen
das Zwitschern der Vögel
sanftes grünes Licht
den Waldboden fester Grund
Schwung gebend Deinen Schritten

Alle Sinne Dir entgegengestreckt
dem Leben
in Liebe

Angelika G.

Herbst

Im Herbst zeigt sich die Natur noch einmal von ihrer schönsten Seite,  bevor sie zu Mutter Erde zurückgeht.
Ich möchte das Leben auch noch einmal in den schönsten Farben sehen, bevor meine Zeit zu Ende ist.

Durch Schauen auf den Grund meiner Seele verstehe ich und verstehe auch nicht. Sehe ich die Enge und erahne die Weite. Die Enge zeigt mir, dass ich meine Grenzen nicht überschreiten soll und dennoch eine Freidenkerin bleiben will. Dann erwacht die Königin und wilde Frau in mir, die gefühlsmäßig und intuitiv handelt. Dadurch verarmen die Lebensgefühle nicht, es können wieder Glücksklee und Sonnenblumen sprießen.

Andrea Schumacher

Licht

Ich sehne mich nach Licht und setze mich immer so, dass ich aus dem Fenster schauen kann. Ich freue mich, wenn die Bäume und Blumen im Licht leuchten. Ich freue mich, wenn ich nach einiger Zeit der Dunkelheit wieder Licht am Ende des Tunnels sehe. Ich sitze gerne im Schatten und schaue ins Licht. Wenn die Vielfalt an Bäumen und Pflanzen im Licht leuchtet, habe ich das besonders gern.

Auf der Arbeit sitze ich immer so, dass ich aus dem Fenster in die Natur schaue. Die Fenster auf der Arbeit sind mit Sonnen und Schmetterlingen geschmückt. Dahinter sieht man draußen die Vielfalt der Bäume. Das ist ein besonders schönes und liebevolles Bild, an dem ich meine Freude habe. Da macht die Arbeit gleich viel mehr Spaß.

Ich freue mich an einem schönen Anblick, der in der Sonne leuchtet, sitze aber lieber im Schatten und schaue ins Licht.

Konrad Folkmann

Segen

Sonne
durchdringendes Licht
tief bis in die vergangene Zeit
wo alles im Keim schlief.

Himmel
wieder blau
Wolken, schüchtern und scheu
weiß zitterndes Reh

Das Meer
hellblau, dunkelblau
dass seine verborgenen Schätze
ans Ufer spült
und dir schenkt.

Reichtum
in Fülle und Vielfalt.
Die unsichtbaren Reichtümer
die nicht Gesehenen
die nicht Beachteten
die am Rande Erschienenen
die Vergessenen!

Kamran Djahangiri

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