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Schreibwerkstatt

Lesung

III. Im Licht

Augenblick

Manchmal steigt der Augenblick
mit der Wintersonne auf –
Frühlingsbote in der Nacht.

Manchmal schaut der Augenblick
mich aus hellen Sternen an –
offenbart mir sein Geheimnis.

Manchmal folgt der Augenblick
meinen festgelegten Spuren
und lässt mich Wunder sehen.

Manchmal ruft der Augenblick
mich zurück ins Leben –
vertraut mir seine Sonne an.

Annegrete Feckler

Steh auf

Du siehst die Welt
wie du sie magst –
in hellen und dunklen Seiten,
jeden Augenblick
in Freude und in Leiden,
dabei das Freundliche zu bestärken.
Sei in deiner Welt,
und lass dich tragen durch das Leben.
Alles ist dir anvertraut.
Mit jedem Moment
im hier und jetzt.
Vergiss dein Bett
steh auf am Morgen.
Mache dich auf und werde Licht.

Im Licht der Wintersonne
entsteht Glanz,
vergiss Schmerzen und Verlassenheit.
In fließender Liebe
entsteht Glanz,
vergiss Schmerzen und Verlassenheit.
In Friedfertigkeit
entsteht Glanz.
Vergiss Schmerzen und Verlassenheit.

Paul Kehren

Seifenblasen
in der Kindheit.
Dein schmaler Rücken,
zart, verwundbar.

Ich baue eine Brücke
und hole Dein Küken,
das Du verloren hast.

Auf dem Dach der Kindheit,
schweben Federn in der Luft!
Ich sehe Dich!

Kamran Djahangiri

Im Augenblick
wieder und wieder
ganz im Hier und Jetzt

wagemutig weben am Netz der Lichtpunkte
knüpfen an Freundschaft gar Liebe?
verwurzelt in Lebensfreude Lebensliebe

Wissen um seine Kostbarkeit
rot orange pink
mit sich Eins
auch tränennass
im Augenblick

Angelika Gesthuysen

Träumen

in die Ferne schauen –
mit den Wolken fliegen
nach Innen schauen –
mich träumend wiegen

hier sein und unterwegs –
auf den wärmenden
Sonnenstrahlen reiten –
ein Gedicht schreiben

meinen Körper ruhen lassen
meinen Geist ruhen lassen
nur fliegend und wiegend schauen

was kommt aus mir selbst
was kommt vom Himmel
es ist alles schön und alles leicht

ich ziehe es an mein Sonntagskleid

Annegrete Feckler

Lebensglanz

Wenn über dem Leben eines Menschen ein Glanz gelegen hat,
dann bedeutet dies,
dass etwas ganz Besonderes sein Leben ausmachte.

Felix ist solch ein Mensch gewesen,
bei dem ich diesen Glanz wahrgenommen habe.
Ein Jahr durfte er bei uns sein, bevor er starb.
In dieser kurzen Zeit hat er „etwas bewirkt“,
so sagte es seine Mutter, meine Schwiegertochter.
Ich will sie demnächst einmal fragen,
was sie genau damit meinte.
Vielleicht haben wir beide dasselbe empfunden,
was ich mit einem Glanz beschrieben habe.

Elisabeth Masuhr

Lächeln neu lackieren

Lächeln neu lackieren.
Die Blumen anlächeln.
Die hübschen Mädchen anlächeln.
Die Freude anlächeln.
Dabei viel mehr Ausdruck in das Lächeln legen.
Sich darüber freuen, dass das Lächeln erwidert wird.
Die Freude als Mittelpunkt des Lebens sehen lernen.
Über die Freude lächeln.
Über die Schönheit lächeln.

Konrad Folkmann

Roter Mohn

Rote Farbtupfer auf einer grünen Fläche.
Sommer! Was für eine schöne Zeit!
Das Wandern durch Wiesen und Felder
ist ein herrliches Erlebnis.
Die roten Blüten leuchten in der Sonne.
Sie erinnern mich an junge Mädchen, die
rote Kleider tragen und in der Sonne tanzen.
Ach, wie herrlich ist das.
Ein roter Farbwirbel steigt in meinem Kopf auf.

Konrad Folkmann

Es ist Sommersaison.

Mein Birnbaum wirft Scherben ab.

Salbeiblüten wehen mich an.

Meine Sommersprossen lassen nicht ab, –
die dunklen Engel müssen sie zählen
des Nachts, wenn auf dem Mond
die Rosen blühen.

Michael Heinen-Anders
An meinen Schutzengel

Tag für Tag bist du für mich da
begleitest mich leise durch das Jahr.
Ich spüre deine Nähe, kann dich leider nicht sehn
doch in meinen Gedanken bist du wirklich sehr schön.
Deine Seele ist rein, dein Herz ist es auch.
Ich weiß, dass ich dich ganz dringend brauch!
Denn du willst, dass ich lebe und wenn dies nicht so wär,
dann wär ich schon längst kein Erdenkind mehr.
Ich glaube fest an dich und all deine Gaben
und ich glaube, dass alle einen Engel haben.
Vielleicht nicht nur einen, vielleicht auch drei oder vier –
diese Vorstellung ist schön und ich danke Gott dafür.
Manchmal spreche ich mit dir, mein Engel, ganz sachte und leise
denn du bist sehr achtsam, sehr klar und sehr weise.
Du beschützt mich, ganz egal wo ich bin
und füllst so vorsichtig mein Leben mit Sinn.
Manchmal, da wäre ich am liebsten du –
vielleicht käme ich dann endlich mal zur Ruh!
Wobei es sicher oft nicht leicht ist, Engel zu sein –
fühlst du dich denn manchmal auch allein?
Ich bin dir dankbar für alles und ich vertraue dir sehr,
wenn du da bist, dann fühl ich mich nicht mehr leer.
Hoffentlich werde ich dich niemals verlieren,
denn ohne dich fange ich schnell an zu frieren.
Danke für dich, sag ich jetzt und hier
und gebe dir all meine Liebe dafür.

Mareike Rautenbach