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Loreleystraße 7 · 50677 Köln

Schreibwerkstatt

Lesung

4. Sinnen – Reich

schreiben

mit Fingern

auf deine Haut

Zärtlichkeit trinken, Berührung genießen

innig

 

Lampions

Licht an

deine Schönheit sehen

im Garten am Abend

staunen

 

randvoll

mit Glück

grenzenlos weite Ebene

meine Seele schlägt Purzelbäume

träumen

 

Morgenstimmung

Sonnenstrahlen trinken

Tau und Tränen

von Blättern und Wiesen

leben

 

Annegrete Feckler

 

 

Bubskierinese

Es war ein wunderschöner azurblauer Himmel. An diesem außergewöhnlichen Ostersonntag gab es Blaubeeren mit Sahne zum Nachtisch. Ich entschied mich, mit dem Rad in den naheliegenden Park zu fahren. Die weiß-rosa Apfelblüten bildeten einen zart duftenden Zauber – wie im Traum.

Ich setzte mich auf eine Bank und auf einmal sah ich etwas im Gras hoppeln. Es war ein schwarzer Hase mit seidenem Fell, den wohl jemand ausgesetzt hatte. Zum Glück hatte ich eine Jacke an, die man an der Taille zuziehen konnte. Ich näherte mich langsam dem Hasen und steckte ihn in die Jacke. Mit einer Hand hielt ich das Rad und mit der anderen hielt ich den Hasen fest. So fuhr ich nach Hause. Dort setzte ich den Hasen aufs Sofa und legte einige bunte Eier dazu. Meinem Sohn sagte ich „Der Osterhase ist da.“

„Das warst doch Du“, antwortete er. Obwohl er die Situation durchschaute, war er sichtlich beeindruckt. Wir organisierten noch am gleichen Tag bei einer Freundin einen Stall, Streu und Futter. Wir gaben dem Hasen den Namen: Bubskierinese.

Andrea Schumacher

 

Barfuß

Die Schuhe drücken schon lange,

die Füße sind angeschwollen von der Wärme,

und mit den Absätzen knicke ich dauernd um.

So geht es nicht mehr.

Jetzt ziehe ich sie aus

Und tanze barfuß.

Was für eine Erleichterung.

Der Boden ist kühl unter meinen Füßen,

und ich habe Halt,

ganz viel Halt.

Ich bewege mich im Rhythmus der Musik

und denke nicht mehr.

Schon gar nicht denke ich,

ob es auch gut aussieht.

Die anderen sind mit sich beschäftigt,

und wenn nicht,

ist mir das egal.

Ich bin ganz bei der Musik,

der alten Musik aus meiner Jugendzeit,

und bei mir selbst.

 

Christiane Boltersdorf

 

Rosen

Rosen habe ich bereits im Sommer getrocknet

und verteile sie jetzt im Haus,

damit der noch haftende Duft sich verströmt

auf mein Blatt

in meinen Stift

in meine Finger

in meine Gedanken und Gefühle

und in mein ganzes Sein.

 

Wenn meine Seele ausgefüllt ist

vom Duft der Rose,

dann kann ich

schreiben, schreiben, schreiben –

am Ende – ohne Ende.

 

Elisabeth Masuhr

 

 

KOPFWEIDE

wurzelnd am GEESTHUYSER Meer

WINDGEZAUST

KARGES Leben in Zufriedenheit

runzlige Furchen

TRUTZIG ZÄH

GEZEICHNET

Beheimatet

Herz auf dem rechten Fleck

Niederrheinerin

 

Angelika G.

 

Wasser-Fest

 

Aus der Spalte der Tür

fließt Licht

wie einst aus deinen Augen

das Licht floss.

Geduscht habe ich damit

im Badezimmer in Sommerhitze.

Kühles klares Wasser strömte

auf mein Haupt

löste Freuderufe aus

in der Hitze des Sommers!

 

Kamran Djahangiri

 

 

Wie Luft, die Seele

Der Wind bringt eine gute Saat

im Licht.

Die Lust wiegt leicht wie eine Feder im Bauch.

Doch Innehalten!

Wächst da wirklich etwas im Licht?

 

Stephan Kraus

 

Herz auf Takt

 

Schlägst du noch Herz?

Im Takt siehst du mich,

wie ich mich gerne sehe.

Wenn ich denke,

was ich nicht sage

fühle ich,

dass du mich nicht bemerkst.

 

Hörst du mich,

wenn ich weg höre

im richtigen Moment?

 

Schlägst du noch

und bemerkst nicht

meine Fehler?

 

Lass uns heute

im Takt klopfen,

fühlen

nah an nah

den Festakt

unserer Liebe.

 

Maile Ira Folwill

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