Warten auf Gesundheit

Seit Jahren lebe ich mit einer Krankheit, die sich schwer diagnostizieren lässt, die in meiner Familie nicht bekannt ist, die sich nicht wirklich mit Medikamenten behandeln lässt. So pendle ich zwischen Manie und Depression, Hoch und Tief, Schatten und Licht.
Die manischen Schübe sind himmlisch, lebendig, stark- eine „Ich kann alles“ - Phase.
Die Depression ist kaum zu ertragen: dunkel, müde, matt, antriebsarm – eine „Ich kann gar nichts“ - Phase.
Und so warte ich darauf, dass es mir morgen besser geht. Morgen für Morgen, Tag für Tag, Nacht für Nacht.
In jeder Hochstimmung glaube ich, die Dunkelheit überwunden zu haben. Täglich warte ich darauf, dass ich mich gesund fühle, für immer gesund und ohne Rückfälle.
Ob sich das Warten lohnt, muss die Zukunft zeigen.

K.B.