Vorwort

Seelsorge & Begegnung

Annegrete Fecklers Lebensweg ist ein Ringen mit Gott. Mit zwei Jahren an Kinderlähmung erkrankt und durch viele Krankenhausaufenthalte sozial isoliert, hatte sie in ihrem Leben oft nur Gott als einzigen Gegenüber. „Trotz häufiger Zweifel, mitunter Verzweiflung habe ich meine Geschichte mit Gott als heilsam erlebt.“ In schonungsloser Offenheit spricht Annegrete von ihrer Beziehung zu Gott, von Klage, von Bitte und Annahme und von Versöhnung. Die Texte und Gedichte werden auf einfühlsame Weise begleitet von der Musik Johanna Akomeahs. Mit Stimme, Klavier, Flöte und Akkordeon lässt sie ihre Resonanz erklingen – als Teppich, der die Worte trägt, als schützender Mantel, der sie umhüllt oder als Antwort auf Schreie und Hilferufe. Diese Zwiesprache von Wort und Musik berührt, lässt die Worte noch eindringlicher wirken und schenkt Trost, wenn großer Schmerz aus den Zeilen Annegretes spricht. Die Bilder, die Annegrete gemalt hat, öffnen einen weiteren Raum des Erlebens. Jeden Text setzt sie in Beziehung zu einem Bild. Diese Bilder haben noch einmal eine ganz eigene Kraft. Sie ziehen in Bann und erschüttern, wenn sich in ihnen die Aussagen über Einsamkeit, Verzweiflung, Hoffnung und Liebe spiegeln. Wer bereit ist, Annegretes Weg mitzugehen, Schmerz und Zweifel auszuhalten, wird bewegende, berührende, vielleicht auch befremdliche Momente erleben, und er wird beschenkt werden durch die kleinen, beständigen Schritte, die aus dem Dunkel schließlich herausführen – nicht in ein Leben ohne Krankheit und ohne Zweifel, aber in ein Leben mit tief empfundenen Momenten der Leichtigkeit, der Schönheit und des Friedens – mit Gott und mit sich selbst. Wir sind sehr froh, dass wir im Selbstverlag dieses Zeugnis eines persönlichen, heilsamen Glaubensweges als Buch und CD vorlegen können und wünschen eine tiefe Begegnung mit dem Gelesenen und Gehörten.

Für Seelsorge & Begegnung
Pfarrer Karl-Hermann Büsch
Regina Henke